Hier können Sie seine interessante Darstellung des Bergbaugebiets Högberget, seiner Geschichte sowie der umfangreichen Investitionen lesen, die in den 1850er Jahren durchgeführt wurden.
Weiter unten auf der Seite befindet sich ein Link zu Tabellen über die Anzahl der gebohrten Ellen in 22 der Bergwerke von Persberg in den Jahren 1864–72.
Dort finden sich auch Angaben unter anderem über:
Anzahl der Arbeitstage
geförderte Erztonnen
Besonders bemerkenswert ist die Angabe für das Jahr 1869. Damals wurde noch von Hand gebohrt, doch laut Tabelle belief sich die gesamte Bohrleistung auf ganze 129.879 Ellen, was etwa 77.148 Metern entspricht.
Dies vermittelt ein deutliches Bild der enormen manuellen Arbeit, die hinter dem Bergbau in dieser Zeit stand.
Wenn wir die Großgrube, den Mittelpunkt des größeren Bergbauunternehmens, verlassen und uns ostwärts an alten Grubenlöchern und Skarnhalden vorbei wenden, gelangen wir nach einem kurzen Spaziergang zum höchsten Punkt von Persberg, dem Högberget, wo die Gesellschaft von Högberget auf engem Raum ihre Gruben hatte. Von deren Rand erreichen wir über steil abfallende Hänge nach etwa hundert Fuß den See Yngen. – Ein herrlicher Ort und ein großartiger Aussichtspunkt. Wir wollen einen Augenblick auf dem Gipfel des Högberget verweilen und ein Bild des stark konzentrierten Bergbaubetriebs gewinnen, dessen äußere Konturen wir vom Plateau aus leicht verfolgen können.
Zunächst einige Worte über die Herkunft des Gebietes. Diese Gruben sind sehr alt. Sie werden in öffentlichen Urkunden des 17. Jahrhunderts erwähnt, als sie sich im gleichen Verfall wie die Großgrube befanden. Doch die Wiederbelebung und Entwicklung zu modernerem und intensiverem Betrieb schreitet hier im gleichen Tempo voran wie im westlichen Grubenfeld. Auch Högberget erhält seinen Anteil an der Kraft des Kanals, da die Gesellschaft sich an den Kosten für den Kanal und den Unterhalt der Wasserbauten beteiligt. – Doch die Kraft reicht nicht aus.
In den 1850er Jahren wurden am Högberget hauptsächlich fünf Gruben betrieben, alle von hohem Alter.
Die Torskbäck-Grube, die früher denselben Besitzer wie das Hüttenwerk Torskbäck hatte und dieses mit Erz versorgte, genoss einen gefestigten Ruf als sehr ergiebig und wurde in der Folge noch wertvoller.
Die Braske- und Krakbo-Gruben, nebeneinander gelegen, lieferten wechselnde Ergebnisse. Letztere, die im 18. Jahrhundert durch Tilas Stollen ihre bemerkenswerte Verbindung mit dem See erhielt, sollte alle anderen Gruben des Högberget überdauern.
Die Yngshytte-Grube, früher vielleicht eine Erzquelle für das alte Yngshyttan, hatte nun ihre besten Tage gesehen und brachte nur noch geringen Ertrag.
Die Nils-Torsten-Grube stand zu Beginn des 19. Jahrhunderts in hohem Ansehen, war nun jedoch stark im Niedergang begriffen.
Im Jahr 1855 traten große Veränderungen bei den Gruben des Högberget ein. Die dortigen Grubenbesitzer schlossen sich zu einer Gesellschaft, der Högberget Bergwerksgesellschaft, mit 270 Anteilen zu je 1000 Reichstalern Riksgäld zusammen. Von mehreren Seiten war der Wunsch nach einem Anschluss an das größere Unternehmen geäußert worden, doch wäre dies für die Interessenten wohl ein kostspieliges Geschäft gewesen, da sich die technischen Anlagen der Gruben in schlechtem und rückständigem Zustand befanden und Wohnungsmangel herrschte. Daher bestand die erste Maßnahme darin, die Gruben unter eigener Verwaltung in einen guten Zustand zu versetzen. Sobald dies geschehen war, konnte die Frage einer Zusammenlegung erneut aufgegriffen werden.
Eine neue Direktion wird ernannt. Als Verwalter und Direktor wird der Hütteninspektor der Taberg-Gruben in Nordmark, Carl Billman, berufen, der im Herbst 1855 seine neue Stellung antritt und damit die verantwortungsvolle Aufgabe erhält, die neue Organisation durchzuführen. Für den technischen Bergbau ist der Bergingenieur, später Bergmeister in Filipstad, Anton Sjögren, verantwortlich. In den Jahren 1856–1858 entwickelt sich am Högberget eine rege Tätigkeit. Neubauten verschiedener Art werden begonnen, und die Interessenten bringen in diesen Jahren ein Kapital von 335.000 Reichstalern auf.
Eine neue Kraftquelle wird beschafft. Eine Dampfmaschine wird bei der mechanischen Werkstatt in Hellefors bestellt. Es war ein gewaltiges Gerät mit riesigen Schwungrädern. Der Anschaffungspreis betrug nahezu 17.000 Reichstaler. Mit Reparaturen in den ersten drei Jahren steigt die Summe auf nahezu 20.000 Reichstaler. Allein der Transport kostete über 2.000 Reichstaler. Am See wurde ein Maschinenhaus gebaut und in derselben Reihe ein Wohnhaus für 16 Arbeiter. Außerdem wurden Pump- und Förderanlagen von der Maschine hinauf zu den hoch gelegenen Gruben errichtet, was zusammen mit den zuvor genannten Ausgaben Kosten von nahezu 60.000 Reichstalern verursachte – eine große Summe für jene Zeit.
Von der Dampfmaschine führt somit die Kraftübertragung zum Umlenkrad auf dem Gipfel, und von dort werden Pumpenleitungen zu den verschiedenen Grubenöffnungen gezogen. Die Förderkraft in einer eigenen Leitung geht zur Drehvorrichtung mit Umschaltung zu den verschiedenen Fördergerüsten. Es folgen Umbauten oder umfangreiche Reparaturen der Fördergerüste, Pump- und Förderleitungen, ein neues Umlenkrad sowie der Einbau neuer Pumpenleitungen in den Gruben.
Weitere 20.000 Reichstaler wurden für Neubauten oder gründliche Reparaturen alter Gebäude verwendet. Doch damit nicht genug. Von den Rändern der Krakbo- und Torskebäck-Gruben wurden Eisenbahnen den steilen Hang hinunter zum See angelegt. Diese erforderten enorme Aufschüttungsarbeiten, um ein gleichmäßiges Gefälle bis zum Verladeplatz am See zu schaffen. – Doch die Mühe lohnte sich. Die Erzloren konnten direkt bis zum See fahren. Eine Fördervorrichtung besorgte anschließend den Rücktransport den Hang hinauf. Ein mit taubem Gestein beladener Kübel, der in einen leeren Schacht hinabgelassen wurde, war die einfachste Antriebskraft für den Aufstieg.
– Nun war wohl beabsichtigt, dass die Dampfmaschine, nachdem sie in Betrieb genommen worden war, die wichtigste Kraftquelle darstellen sollte, während das Kanalwasser, um das viele stritten, als Reserve dienen sollte. Doch es erging dieser Maschine wie ihrem Vorgänger bei der Großgrube. Auf Dauer war sie nicht wirtschaftlich. Sie verbrauchte zu viel Holz, und obwohl ein besonderer Ofen zum Trocknen von Torf gebaut wurde, um den Brennstoff zu ergänzen, kam man bereits 1860 zu dem Schluss, dass Förder- und Pumpkraft wie zuvor aus dem Kanal oder durch Pferdekraft gewonnen werden sollten, während die Dampfmaschine als Reserve dienen sollte. – Damit wurde sie bald zu nutzlosem Inventar erklärt, und eine weitere teuer erkaufte Erfahrung über eine Erfindung wurde gewonnen, die vielleicht noch nicht das Versuchsstadium verlassen hatte.
Die Brennstofffrage scheint drängend gewesen zu sein, da wiederholt darauf hingewiesen wird, sämtlichen Holzabfall zu nutzen – ja sogar die Arbeiter dazu zu bewegen, mit Torf zu heizen. Mit welchem Ergebnis ist nicht bekannt. – Sparsamkeit war geboten, denn Högberget verfügte nach Zuteilung nur über ein Viertel des weit entfernten Grubenwaldes von Hornkull.
Die Förderleitungen wurden entlang der alten Linien erweitert. Die Torskebäck-Grube erhält ihre Kraft vom nahegelegenen Hage-Förderwerk oder vom Flintkärr-Förderwerk, während Krakbo ihre Kraft bis hin zum Förderwerk der Großgrube beziehen muss.
Die Arbeit in den Gruben lief in den guten Jahren Tag und Nacht mit wechselnder Arbeitsordnung. – Eine solche wird im Folgenden skizziert.
Im Morgengrauen stiegen die Bergleute in die Grube hinab, in ihre Arbeitskleidung gekleidet, und erhielten vom Steiger ihre Arbeitsplätze zugewiesen. Im Schein einer Öllampe oder eines Talglichts arbeitete der Hammer dann mit kurzen Unterbrechungen etwa 10 Stunden lang, und bis zum Abend waren zahlreiche Bohrlöcher in der feucht tropfenden Erzbank oder Wand fertiggestellt. Dann folgte die Sprengung. Um 20 Uhr kam die „Nachtschicht“ in die Grube. Die „Einleger“ luden die Kübel und signalisierten nach oben zum „Annehmer“ am Fördergerüst. Dieser läutete dem alten Fördermeister in der entfernt gelegenen Förderkammer. Dann setzte sich das Förderwerk in Bewegung. Der Kübel steigt empor, wird über dem Gerüst angehalten und auf den Wagen herabgelassen. Mit diesem gelangt der Erzbehälter zum Sortierhaus, wo er entleert wird. Es gilt, schnell zu arbeiten, da die wertvolle Förderkraft am Morgen in einer anderen Grube mit entgegengesetzter Arbeitsordnung eingesetzt werden muss. Das Erz sammelt sich über Nacht auf dem Sortierplatz, wo es am Morgen von den „Sortierarbeitern“ übernommen wird. Im Sortierhaus erfolgt somit die Trennung des Erzes bei Tageslicht. In der Regel arbeiteten hier 3 Frauen und 2 Männer unter der Aufsicht des „Rotmeisters“. Es war keine leichte Arbeit. Männer wie Frauen führten kraftvoll den Erzhämmer (8–9 kg) oder den Vorschlaghammer (15 kg), zerschlugen das Gestein in geeignete Stücke und trennten taubes Gestein vom Erz.
Die Halden wurden zunächst neben dem Sortierhaus angelegt, doch da auf dem Gipfel des Högberget Platzmangel herrschte, wurden Abraum wie Erz bald per Eisenbahn zum See hinunter transportiert. Doch bevor die Halden im Laufe der Jahrhunderte eine solche Mächtigkeit erreichten, konnten einfachere Methoden angewendet werden. Die einzigartige Lage der Gruben mit der Tagesöffnung Einige Meter vom steilen Abhang entfernt hatte man seit uralten Zeiten Erz den Abhang hinunterkippen können, sodass es direkt zum See hinabrutschte. Das feinkörnige „Waschgut“ wurde im Sommer entweder neben dem Aufbereitungsgebäude mit Hilfe von Grubenwasser gewaschen und sortiert oder zum See gebracht, wo die Frauen in einer langen Reihe unter lebhaftem Geplauder mit erstaunlicher Geschicklichkeit spülten, auslasen und sortierten, um schließlich das unbrauchbare taube Gestein in den See zu werfen. Diese Arbeiterinnen an der Förderanlage oder beim Waschen sollten bereits älter sein, da ausdrücklich vorgeschrieben war, dass „junge Frauenspersonen“ nicht als Arbeiterinnen an der Förderanlage eingesetzt werden durften.
Während die Arbeit mit dem Erz über und unter Tage fortschritt, hatte der „Kunstwächter“ die Aufsicht über die langen Wasserhaltungsleitungen zu führen und für die Leistungsfähigkeit der Pumpwerke zu sorgen. Eine weitere kleine Arbeitsgruppe verdient in diesem Zusammenhang Erwähnung, nämlich die „Armen“. Soweit es Gesundheit und Kräfte erlaubten, durften sie die Abraumhalden des Jahres durchsuchen, um sich etwas Salz für ihren Brei zu verdienen.
In den 1850er Jahren erhielten die Arbeiter in den Grubenschächten einen Tageslohn von 75 Öre für eine bestimmte Mindestleistung bei einem 12-stündigen Arbeitstag. Zu Beginn der 1860er Jahre stieg der Lohn auf 90 Öre. Es scheint, dass die Unternehmensleitung durch verschiedene Maßnahmen den größtmöglichen Gegenwert für den Tageslohn zu erzielen verstand. So versuchte man 1858 mit den Arbeitern eine Vereinbarung über die Erhöhung der „Tagesleistung“ zu treffen. Wo diese nicht erhöht werden konnte, sollte das Recht auf Überarbeit entfallen. Wenn ein Hauer also die Anzahl der gebohrten Klafter pro Tag nicht steigern konnte, sollte er nicht das Recht haben, seinen Verdienst durch Überstunden zu erhöhen. Im folgenden Jahr wurde festgelegt, dass eine bestimmte erreichte Vergütung pro gebohrter Klafter sowie ein Gesamteinkommen von 300 R:r Rmt Voraussetzung für den Anspruch auf volle Naturalleistungen, Wohnungsmiete und ein Kartoffelstück waren. Mit diesem Jahreseinkommen konnte ein tüchtiger Arbeiter seine Familie unterhalten und wurde dennoch in der Lage gesehen, Geld in die neu gegründete Sparbank in Persberg einzuzahlen.
Als Folge der Erneuerungsarbeiten in den Gruben und vielleicht auch infolge der erhöhten Tagesleistung zahlte das Unternehmen immer höhere Dividenden. So betrug der Gewinn aus dem reinen Grubenbetrieb im Jahr 1859 26.717 R:r und stieg von Jahr zu Jahr. Im Jahr 1864 beliefen sich diese Beträge auf 31.184 bzw. 38.189 R:r, also auf mehr als 10 % des eingesetzten Kapitals.
Am See wurde das Erz aufgestapelt, und hier hatten die Anteilseigner ihren Anteil entweder mit dem Boot oder im Winter mit dem Schlitten abzuholen. Der Verwalter besorgte und kontrollierte das Verladen. Die Erzboote waren große Lastkähne, die mit Rudern und Segeln angetrieben wurden. Im Jahr 1859 erhielt der See Yngen sein erstes Schleppboot, „Carl Yngström“.
Wohin gelangte das Erz vom Högberget? Unter den Anteilseignern begegnen uns zunächst:
Die Storfors-Gesellschaft, deren Erz seinen Weg über den See Yngen und weiter zur Hochofenanlage in Nykroppa nehmen musste.
Die Uddeholms-Gesellschaft transportierte ihr Erz zu den Hütten in Mokärn, Sunnemo und Uddeholm.
Die Lindfors-Gesellschaft war auf Winterverhältnisse angewiesen und hatte beschwerliche Transporte mit schweren Erzladungen über den Höhenzug von Brattfors, den etwa 30 Kilometer langen Weg nach Hedenskog oder Brattfors, wo die Hütte das Erz zu Roheisen verhüttete, bevor es weiter nach Lindfors transportiert wurde.
Die Eigentümer des Hüttenwerks Sälboda hatten zwar eine nahegelegene Hütte bei Gammelkroppa, doch von dort musste das Roheisen nach Kristinehamn und weiter über den Vänernsee, an Säffle vorbei über den Fluss Byälven in den Glafsfjorden und nordwärts bis nach Sälboda transportiert werden.
Der Hüttenbesitzer Löthner in Vassgårda, unweit von Kristinehamn, hatte lange Transportwege zur Hütte Qväggen. Bequemer hatte es Frau Louise Berggren, die ihr Erz über den Yngen transportieren ließ und es dann auf einer Pferdebahn die steilen Hänge hinauf nach Saxån bringen ließ.
Hüttenbesitzer Wikland hatte ebenfalls keinen so weiten Weg. Er transportierte das Erz mit Schlitten oder Boot über den Yngen zur Hütte Åskagen, von wo das Roheisen über eine Strecke von 3 km nach Svartsången gebracht wurde.
Eriksson in Torskbäcken hatte die günstigste Lage mit der Hütte auf der anderen Seite des Yngen, wohin der Transport sowohl im Sommer als auch im Winter bequem organisiert werden konnte.
Wie Erz und Eisen aus Bergslagen transportiert wurden.
Wir haben gesehen, dass ein reger Verkehr mit Erz und Eisen vom Yngen nach Süden ging. Früher oder später gelangte das Export-Eisen zu einem Hafen am Vänern, um von dort in die Welt verteilt zu werden. Um den Transport aus Bergslagen nach Kristinehamn als nächstgelegenem Ausfuhrhafen zu erleichtern, wurde in den 1850er Jahren unter der Leitung von Adelsköld eine große Anzahl von Verbindungen gebaut.
Als verbindendes Glied zwischen Bergslagen und Kristinehamn wurde Anfang der 1850er Jahre die Kroppa-Eisenbahn angelegt, mit Bahnlinien zwischen Långban und Yngen (bei Lervik), zwischen Yngen und der Ostsee sowie Dampfschifffahrtslinien, die diese Gewässer verbanden. Auf diese Weise gelangte man bis nach Sjöändan, von wo aus eine Eisenbahn nach Kristinehamn gebaut wurde. Es standen jedoch auch andere Wege zur Verfügung. Über die „Yngen–Daglösen-Bahn“, die den Yngen mit einer Station bei Vinternäset verließ, gelangte man die steile Strecke am Abborrberget hinab nach Filipstad und Daglösen, von wo der neu angelegte Bjurbäck-Kanal die Verbindung zum See Öjevättern herstellte, wo wiederum Anschluss an die Kroppa-Bahnlinie bestand.
Alle diese Eisenbahnen waren anfangs Pferdebahnen. Auf der Kroppa-Bahn wurde noch ein Lokomotivbetrieb eingeführt, bevor die Östliche Värmland-Bahn (heute die Staatsbahn Mora–Kristinehamn) sich durch Bergslagen und um den Fuß von Persberg schlängelte. Sie folgte den alten Verkehrswegen und machte diese kleinen, feinen Eisenbahnen mit einem Schlag überflüssig, deren Überreste heute idyllische Elemente in der abwechslungsreichen und überall schönen Landschaft von Bergslagen bilden.
Abschrift TN: Original Bror Billman.