
Nach einem Gang durch den Tila-Stollen gelangt man zur Krakbo-Grube.
Die Grube ist vermutlich sehr alt. In den „Relationen über die Gruben des Bergreviers von Filipstad“ wird im Jahr 1686 die Nedre-Högberg-Grube erwähnt, die damals als verlassene Grube beschrieben wird.
Im Jahr 1694 wird eine Länge von 16 Faden angegeben, im Jahr 1709 bereits 40 Faden.
Im Jahr 1754 beträgt die Länge 47 Faden, und die Grube trägt nun den Namen Krakbo-Grube (siehe auch Abschnitt Tiefe und Gliederung der Grube).
Der Abbau erfolgte mit Unterbrechungen bis 1905.
Sie war damit die zweitletzte Grube im Betrieb im Högberg-Grubenfeld.
Bei der Stilllegung hatte die Grube eine Tiefe von etwa 103 Metern.
Die Zeichnung in Abbildung 1 zeigt eine beeindruckende Holzkonstruktion über der Grube.
Diese Konstruktion trägt das Kunstgestänge, das hier seine Richtung ändert und anschließend in die Grube hinabführt.
Die Richtungsänderung erfolgt über einen Winkelarm, der lokal „Doppare“ genannt wird.
Der Teil des Gestänges, der bis zum Grubenboden reicht, wird Hauptgestänge genannt.
Die Antriebskraft der Wasserhebung kam vom Braskefall bei Flintkärret, etwa 1.200 Meter von der Grube entfernt.
Das Hauptgestänge (Schachtgestänge) einer Wasserhebemaschine ist die am Winkelarm aufgehängte Stange, die bis in den Pumpenschacht hinabreicht und an der die kleineren Pumpenstangen befestigt sind.
Im Jahr 1754 betrug die Tiefe der Grube 13 Faden (etwa 23 Meter).
Eine zeitgenössische Beschreibung lautet:
„Krakbo-Grube: An der Oberfläche muss das Erz sehr mächtig gewesen sein, da der Gang bis zu einer Tiefe von drei Faden und einer Breite von vier Faden auf einer Länge von siebenundvierzig Faden abgebaut ist.
Von dieser Tiefe aus ist die Grube in vier Abteufungen mit zwei bis drei Faden Zwischenband unterteilt.“