Koordinaten: 59.74305, 14.28499 (WGS84)

Geschichte des Friedhofs Skavnäset Zusammengestellt von Eje Wigh, Mai 2024
Der Beschluss über einen Begräbnisplatz (1852)
„Da es unbestreitbar zu einer Kostenersparnis sowohl für die Grubengesellschaften als auch für die ärmere Bevölkerung hiesiger Gegend führen würde, wenn man den Transport der hier Verstorbenen nach Filipstad vermeiden könnte, beauftragte die Gesellschaft Herrn Disponenten J.N.W. Uhr, bei Seiner Königlichen Majestät eine untertänige Petition einzureichen, um das Recht zu erlangen, neben dem hiesigen Bet- und Schulhaus einen Begräbnisplatz einzurichten, auf dem die obengenannten Verstorbenen durch den Grubenprediger bestattet werden dürfen. Disponent Uhr sollte bei dieser Eingabe auch um die Befürwortung des Hochehrwürdigen Domkapitels ersuchen.”
Grubenstämmungsprotokoll, 31. Juli 1852, § 23
Das obige Zitat ist das erste schriftliche Dokument, in dem der Begräbnisplatz in Persberg erwähnt wird. Auf der Grubenstämmung im Sommer 1852 beschloss man, einen Antrag zur Anlage eines Begräbnisplatzes in Persberg zu stellen. Bereits damals galten die Ländereien von Skavnäset als geeignet für diesen Zweck.
Der Glockenturm und die zwei Dreiecke
Auf derselben Versammlung wurde beschlossen, einen Glockenturm in Form von „zwei Glockenwinkeln aus Stahl anzuschaffen, die sowohl bei Beerdigungen als auch zur Ankündigung des Gottesdienstes verwendet werden sollten.”
Der Begräbnisplatz soll im darauffolgenden Jahr 1853 fertiggestellt worden sein. Im Stämmungsprotokoll vom 8. März desselben Jahres wird vermerkt, dass ein „Küstergehalt” ausgezahlt wurde. Dies legt nahe, dass auch der Glockenturm mit den beiden Stahlwinkeln (Dreiecken) zu diesem Zeitpunkt fertiggestellt war.
Es liegen keine Angaben zur ursprünglichen Größe des Begräbnisplatzes vor, doch erhielt er höchstwahrscheinlich von Anfang an seine heutige Ausdehnung.
Wer durfte hier begraben werden?
Der Begräbnisplatz war in erster Linie für die Beschäftigten der Gruben in der Gegend bestimmt. Bereits vor seiner Anlage einigten sich die Versammlungsteilnehmer jedoch darauf, dass auch andere dort beigesetzt werden könnten, gegen eine Gebühr von „einem Riksdaler Banco.”
Bror Billmans Schilderung (1924)
Alte Erinnerungen an eine alte Familie von Bror Billman enthält folgende Beschreibung:
„Setzen wir unseren Spaziergang zum alten, erinnerungsreichen Schulhaus von Skavnäset fort, so finden wir hier vieles schmerzlich verändert. Die beiden Dreiecke auf dem Hügel, die einst zu Beerdigungen und Gottesdiensten zusammengeläutet haben, sind verschwunden und im Schulhaus untergebracht. Dieses Gebäude, das Kirche und Schule für die vergangene und gegenwärtige Generation in Persberg war, gehört nun zu den vielen Räumlichkeiten, die überflüssig geworden sind, und trägt das traurige Gepräge des Vergessenseins – mit seinen Bänken, Karten, Schreibheften und Zeugnisbüchern.”
Man kann davon ausgehen, dass Billman mit „dem Hügel” den Ort meint, an dem der heutige Glockenturm steht.
Das erwähnte Schulhaus und die Kirchenräumlichkeiten befinden sich im Gebäude links auf Bild 10. Es wurde 1850 erworben, um nach einem Umbau als Schulhaus und Lehrerwohnung zu dienen. Mit dem Ende des Jahres 1909 wurde der Unterricht in die neu erbaute Schule unten in Persberg verlegt.
Dreiecke in Schweden – eine ungewöhnliche Erscheinung
Im Jahrbuch des Nordischen Museums und des Freilichtmuseums Skansen wird beschrieben, wie man in verschiedenen Teilen Schwedens zu kirchlichen Versammlungen rief.
In kleineren Gemeinden konnten die finanziellen Mittel knapp sein, bevor die Kirche fertiggestellt war, und eine Kirchenglocke war eine große Ausgabe. Fehlte eine Glocke, mussten andere Lösungen gefunden werden:
Laut dem Jahrbuch gibt es in ganz Schweden nur 13 Orte, an denen nachgewiesen ist, dass Dreiecke zur Einberufung kirchlicher Versammlungen verwendet wurden. Persberg ist einer davon.
Im ganzen Land sind nur drei Dreiecke erhalten:
Dies bedeutet, dass das in Persberg erhaltene Dreieck das vierte im Land ist, was es außerordentlich einzigartig macht.
Die Rückkehr des Dreiecks
Ein herzlicher Dank gilt der Familie Sandvall auf dem Gutshof Persberg, die das Dreieck dem Heimatverein „Vi i Persbergsbygden” (Wir in der Persberger Gegend) schenkte.
Das Dreieck wurde am Hochbergsfeldtag, dem 20. Mai 2023, bei der Kapelle Skavnäset neu eingeweiht. Es ist nun im Gemeinschaftshaus Yngsvallen aufgestellt.