
Bei der genannten Grube auf Malmön, die sehr nahe am Seeufer liegt, bestand die etwa fünfzehn Fuß tiefe Erdschicht über dem Fels größtenteils aus Kies und Geröll. Dadurch war der Untergrund undicht, weshalb die Grube stark wasserführend wurde.
Um dieses Problem zu beheben – oder mit anderen Worten das Seewasser fernzuhalten – wurde ein Damm gebaut, wie er auf Tafel IX, Figuren 1 und 2 dargestellt ist.
Rund um den Schacht wurde zunächst die natürliche Kiesschicht entlang der Linien a–a, a–a entfernt. Nachdem der Fels einigermaßen eingeebnet worden war, wurde eine Röhre (b–b) aus dicht zusammengefügten Bohlen eingesetzt.
Die Bohlen wurden an aus Brettern zusammengesetzten Ringen (c–c) befestigt, von denen der unterste mit Eisenbolzen (d–d) im Fels verankert wurde.
Der Zwischenraum zwischen der Felsfläche (e–e) und der Röhre wurde mit geteertem Werg abgedichtet, danach wurde der Raum (f) mit feinem Sand oder sogenanntem „Pinnmo“ gefüllt.
Um einerseits dem Druck der Erdmasse besseren Widerstand zu leisten und andererseits die Holzröhre besser vor Fäulnis zu schützen, wurde zusätzlich eine innere Röhre (g–g) aus Schlackensteinen konzentrisch zur ersten aufgemauert.
Der Zwischenraum zwischen beiden wurde unten gegen den Fels mit gestampftem Ton und darüber mit Pinnmo gefüllt.
Der auf diese Weise errichtete Damm hat sich seit seiner Fertigstellung als vollkommen zweckmäßig erwiesen, nämlich das Wasser fernzuhalten, dessen Zufluss zuvor sowohl den Grubenbetrieb behinderte als auch Kosten für das Abpumpen verursachte.
Im Jahr 1866 wurde zwischen dem Kunstrad der Gruben von Långban und Malmön im Långban-See eine etwa 7.500 Fuß lange Kunstleitung aus Eisendrahtseilen angelegt. Die Aufsicht über die Arbeiten hatte L.M. Larsson.
L.M. Larsson war Lehrling beim Mechanischen Corps des Jernkontoret.
Die für die Kunstleitung verwendeten Seile waren 17-drähtige Seile der Nummer 11. Dort, wo die Leitung über Land verlief, wurden sie ungefähr auf die gleiche Weise aufgehängt wie das Stangengestänge bei der Nordgrube, beschrieben in den Annalen des Jernkontoret von 1862 (Seite 94).
Der Unterschied bestand darin, dass die Aufhängungspfosten einfach ausgeführt waren, das heißt jeder Pfosten bestand nur aus einer einzelnen Stange, die so geneigt war, dass sich das Seil ungehindert hin und her bewegen konnte.
Dort, wo die Kunstleitung nach Malmön den Långban-See überquerte und die Wassertiefe nicht größer als 30 bis 40 Fuß war, wurden Pfähle in den Seegrund gerammt, an deren oberen Enden die Aufhängungspfosten befestigt wurden.
Wo der See hingegen größere Tiefen (70 bis 80 Fuß) aufweist, wurden schwimmende Stämme rechtwinklig zur Leitung ausgelegt, über die das Seil während des Betriebs der Wasserhebemaschine hin- und hergeführt wurde.
Diese Stämme, die in etwa 70 Fuß Abstand voneinander lagen, wurden durch feine Eisendrahtseile, die im Seegrund verankert waren, an ihrer vorgesehenen Position gehalten.
Um die Spannung im Seil zu verringern – oder anders gesagt, um bei gleicher Belastung ein dünneres und damit billigeres Seil verwenden zu können – wurde der Einhakmechanismus so konstruiert, dass die Vorwärtsbewegung des Seils doppelt so groß wurde wie die doppelte Länge der Antriebskurbel.
Der entsprechende Mechanismus an der Grube wurde umgekehrt ausgeführt, sodass die Bewegung des Pumpenkolbens nur halb so groß war wie die des Seils.
Auf diese Weise wurde am Kunstrad die Spannung beziehungsweise Kraft in Geschwindigkeit umgesetzt, während an der Grube umgekehrt die Geschwindigkeit wieder in Kraft umgesetzt wurde.
Der Vorteil bestand darin, dass bei gleicher Anzahl von Pumpen mit gleichem Durchmesser und Hub die Beanspruchung des Seils nur halb so groß war wie sie gewesen wäre, wenn die Bewegungen von Seil und Pumpenkolben gleich groß gewesen wären.
Der Abstand zwischen den Aufhängungspfosten beträgt 90 bis 100 Fuß.