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Koordinater: 59.76628, 14.25474 (WGS84)

Warum der Persberger Kanal gebaut wurde
Abschrift des Berichts an „die Herren Bevollmächtigten des Eisenkontors über die Bauten und die Wasserleitung beim Persberger Eisenerzfeld in Värmland, Jahr 1820.”
Der Zweck der Wasserleitung war mit wenigen Worten folgender:
Der natürliche Wasserlauf Yngshytte-Fluss zwischen den Seen Horrsjön und Yngen bildet zwar sieben einzelne Gefälle, die seit alters her für Mühlen, Sägewerke und Grubenkunstgezeuge genutzt werden, doch diese Gefälle sind jeweils nicht mehr als ungefähr 10 Fuß hoch, da der Rest der gesamten Fallhöhe von 114 Fuß zwischen den Seen von Stromschnellen zwischen den Gefällen eingenommen wird. Zudem befindet sich dieser Wasserlauf mit den daran angelegten Kunsträdern in beträchtlicher Entfernung von den Gruben, die davon bedient wurden. Die beträchtliche Länge der Kunstgestänge, die sich daraus ergab, machte es nicht nur sehr kostspielig, sondern auch unmöglich, die Kunstgezeuge in ordnungsgemäßem Zustand zu halten, da man kaum eine Reparatur an einem Kunstgezeug an einer Stelle beenden konnte, bevor es an einer anderen Stelle zerbrach.
Da zugleich die niedrigen Gefälle, die an sich schon kaum ausreichend waren, noch unzureichender wurden — teils dadurch, dass ein so großer Teil der Kraft durch Reibung usw. in den langen Kunstgestängen aufgezehrt wurde, teils und insbesondere dadurch, dass die Kunstgezeuge (wegen der häufig anfallenden Reparaturen) nicht ununterbrochen wirken konnten, sondern nur in den Zwischenzeiten, in denen keine Reparaturen sie außer Betrieb setzten — so war die Folge bereits, dass die bedeutendsten Gruben nicht auf der Sohle betrieben werden konnten, sondern teils an den Wänden, teils, wie in der Großen Grube, an der Decke der Arbeitsräume. Der jährlich steigende Verbrauch an und das schwindende Angebot an Stangen oder Kunstgestängen hätte es bald unmöglich gemacht, die alten Kunstgezeuge länger zu unterhalten, als im Jahr 1818 bei den Kommissionsverhandlungen in Värmland — die gewiss nicht durch diese Angelegenheit veranlasst waren — zufällig die Frage aufkam, ob es möglich sei, das Wasser des Horrsjön auf einem neuen Weg durch das Grubenfeld zu leiten, um Kunst- und Spielräder an den vorteilhaftesten Stellen anzulegen, die die örtlichen Gegebenheiten zuließen.
Infolgedessen unternahm der verstorbene Kunstmeister Bransell noch im selben Herbst eine Untersuchung, die im darauffolgenden Jahr, 1819, von mir überprüft wurde, wobei der Plan für das gesamte Unternehmen aufgestellt wurde. Im Jahr 1820 wurde die eigentliche Arbeit aufgenommen und war am 19. November 1821 so weit vollendet, dass die neuen Kunstgezeuge für das Högberger Feld, die Große Grube und die Hagegrube in vollem Betrieb waren und die Kunsthäuser und Radbauten für die Krangrube ungefähr zu drei Vierteln fertiggestellt waren. Der Bauplatz für die Mühle war hergerichtet und die Maschinerie beschafft worden. Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass die Einsparung bei den Unterhaltungskosten der Kunstgezeuge gewiss nicht der einzige hauptsächliche Zweck war, der mit der Wasserleitung beabsichtigt wurde; denn wenn die neuen Kunstgezeuge für ihre Zwecke ebenso unzureichend gewesen wären wie die alten, so wären ihre verminderten Unterhaltungskosten von geringer Bedeutung gewesen.
Die hauptsächlichen Zwecke waren somit: Erstens: Kunsträder mit ausreichender oder überschüssiger Kraft an solchen innerhalb des Grubenfeldes gelegenen Punkten anlegen zu können, von denen aus Kunstarme am bequemsten zu beliebigen der rund um die Räder gelegenen Gruben geleitet werden konnten. Zweitens: Gefälle und Bauplätze für Spielwerke (zur Erzförderung), eine Mühle und ein Sägewerk zu schaffen.
Gust. af Uhr, Direktor und Bergmechanikus. Abschrift: TN