
Im Jahr 1864 wurde eine Kraftübertragung errichtet, bestehend aus einer ca. 1200 Meter langen Eisendrahtleitung vom Gåsgruve-Fall zur Eisenbahn-Grube. Die Leitung versorgte die Grube mit Heb- und Windenkraft.
Die Leitung wurde von einer 4-PS-Turbine am Fall (Bild 4) angetrieben, mit einer Drehzahl von 120–180 U/min, was eine Seilgeschwindigkeit von etwa 9,1–13,8 m/s ergab.
Von der Turbine wurde die Kraft über eine 10 Meter lange vertikale Welle zu einem dreibeinigen Turm mit montiertem Antriebsrad übertragen (siehe Zeichnung Bild 5).
Am Gåsgruve-Fall wurde eine Fourneyron-Turbine eingesetzt. Benoit Fourneyron (1802–1867) erfand 1827 die sogenannte Fourneyron-Turbine.
Für ausführliche Beschreibung und Zeichnungen siehe den beigefügten Link: ”Järnvägsgruvan”.
Das genaue Jahr, in dem die Turbine durch ein oberschlächtiges Wasserrad ersetzt wurde, ist nicht bekannt, aber es ist wahrscheinlich, dass die Turbine 1300 Meter flussabwärts am Rävbäcken zum sogenannten Nyhytte-Fall verlegt wurde.
Siehe beigefügten Link: ”Nyhyttefallet”.
Interessant ist, wie die Seilleitung vom Nyhytte-Fall genutzt wurde – verlief sie nur am Gåsgruve-Rad oder waren die beiden Systeme miteinander verbunden?
Vom Rohrzulauf führte ein ca. 40 Meter langes Rohr mit einem Durchmesser von 0,6 m zum Wasserrad.
Abmessungen der Radgrube: 6,5 × 1,8 m.
Die Stelle ist einen Besuch wert, sowohl für den schönen Spaziergang entlang des Kanalufers als auch um die Steinarbeiten der Radgrube zu sehen.
Das Radlager ist aus einem Granitblock herausgearbeitet mit den Maßen:
L = 3,0 m, B = 0,9 m, H = 0,9 m → Volumen = 2,49 m³.
Beim Beginn der Bearbeitung wog der Steinblock über 6 Tonnen.
Der Gåsgruve-Fall erhielt sein Wasser über einen ca. 700 Meter langen Kanal von einem Damm im Rävbäcken. Überreste des Damms sind noch sichtbar nördlich der Stelle, wo die Gammalkroppa-Straße den Rävbäcken kreuzt.
In den Berichten wird erwähnt, dass ein wiederkehrendes Problem Mangel an mechanischer Kraft war, verursacht durch begrenzte Wasserversorgung des Falls.
Die Wasserversorgung wurde durch den Bau eines Damms im Sarrbobäcken erhöht, und über einen Kanal zum Rävbäcken geleitet.
Sarrbo-Kanal überquert die Reichsstraße 26/63 südlich der Straße nach Mörkhult.
Siehe beigefügten Link: ”Sarrbokanal”.