
Gegründet von Sebastin Aktiebolag, Stockholm im Jahr 1874.
1875 wurde die Fabrik von Bergwerksbesitzern aus Filipstads Bergslag übernommen.
Ingenieur und Leiter: Johan Algot Törneman.
Die Fabrik wurde vermutlich gegründet, weil das Patent von Nitroglycerin Aktiebolaget für die Herstellung von Sprengöl 1874 auslief.
Törneman erfand auch ein Zündrohr und übertrug das Patent an die Fabrik.
Standort: Die Fabrik lag bei Gubbdammen, aufgrund der Nähe zum Prozesswasser aus Yngshytteälv, der abgeschiedenen Lage und der Nähe zur Eisenbahn.
1868: Handel und Transport von Nitroglycerin verboten.
1870: Nora-Gyttorp Krutbruk erhielt Erlaubnis, jährlich 12,6 Tonnen flüssiges Nitroglycerin zu mehreren Bergwerken zu transportieren, unter der Bedingung, dass das Nitroglycerin mit mindestens 2% Benzin oder Nitrobenzol gemischt wurde.
Diese Genehmigung wurde bis 1899 verlängert.
1875: Persberg Sprengstofffabrik erhielt Erlaubnis, Nitroglycerin zu bestimmten Bergwerken im Färnebo Härad zu transportieren.
Bergwerksbesitzer in Värmland waren gegen den Ersatz von Sprengöl durch Dynamit.
1871: Verhandlungen mit Nitroglycerinbolaget über die Herstellung von Nitroglycerin aus Dynamit, vermutlich um Transportvorschriften zu umgehen.
1918 plante Svenska Sprängämnesföreningen die Übernahme der Fabrik.
Bofors Nobel Krut sah dies als Bedrohung und leitete Verhandlungen ein.
1920 wurde eine Vereinbarung über enge technische und wirtschaftliche Zusammenarbeit getroffen.
Fabrikkapazität wurde erweitert, Bofors lieferte pulverförmige Sprengstoffe (”Stjärnnobelit”).
Persberg-Dynamit vom Extradynamittyp enthielt Nitrozellulose, Holzmehl, Ammoniumnitrat, Nitrobenzol und ca. 53% Nitroglycerin.
Zeitweise wurden auch vorgefertigte feuchte Lehmladungen hergestellt – gleiche Größe und Verpackung wie Dynamitstangen. Beliebt bei Bergarbeitern, da zeitsparend.
Produktion in den 1920er Jahren niedrig:
Jahresproduktion: 40 Tonnen
1924–1926: Produktion komplett eingestellt
1929: Nitroglycerin Aktiebolaget übernahm Lieferungen mit dem Ziel, die Fabrik schrittweise zu schließen.
Um die Produktionsrechte zu erhalten, wurden weiterhin 10 kg Dynamit pro Jahr aus Gyttorp hergestellt.
Herbst 1865: Experimente in Persberg-Bergwerken, dokumentiert von Herr Sundberg, Jernkontorets Stat.
Nitroglycerin zeigte größere Wirkung als Schießpulver, reduzierte Abbaukosten und wurde von Arbeitern trotz Gefahren geschätzt.
Nora-Gyttorp Krutbruk baute zwei Wagentypen:
Großer Ölwagon: 2 Pferde, 340 kg Kapazität
Kleiner Ölwagon: 1 Pferd, 210 kg Kapazität
Wagen mit weichen Federn und Bremsklauen für Steigungen und glatte Straßen.
1847: Professor Sobrero, Turin erfand Nitroglycerin.
Frühe 1850er: Imanuel Nobel versuchte Nitroglycerin als Sprengstoff – erfolglos.
1862: Alfred Nobel entwickelte eine kontrollierte Zündmethode (erste Sprengkapsel).
1863: Erste erfolgreiche Detonation mit Sprengöl.
1867: Nobel patentierte Gurdynamit, eine sichere und formbare Nitroglycerinmasse mit Kieselgur.
Josefin Sabo: Reglerad sprängkraft – Dynamiten, staten och den svenska civila sprängmedelsindustrin 1858–1950.