Von Anton Sjögren
Bei oberflächlicher Betrachtung könnte man meinen, dass der Abtransport des aus einer Grube geförderten Gesteins zu den Lagerplätzen keine besonderen Schwierigkeiten bereitet. In Wirklichkeit ist dieser Transport, besonders in größeren Bergwerksfeldern, jedoch sowohl mühsam als auch kostspielig.
Wenn zudem die örtlichen Verhältnisse so sind, dass sich der geeignete Lagerplatz für das Erz – von wo aus es weiter zur Hütte transportiert wird – in einiger Entfernung befindet, muss für den Transport eine andere Kraft als menschliche Arbeitskraft eingesetzt werden. Andernfalls würden die Kosten zu hoch werden.
Die folgende Darstellung soll daher über die Methode informieren, die einige Jahre lang mit Erfolg bei mehreren Gruben im Bergwerksfeld von Persberg angewendet wurde.
Das Bergwerksfeld von Persberg liegt auf einer Halbinsel im See Yngen. Dadurch besteht der Vorteil, dass das Erz leicht über den See transportiert werden kann. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das Erz zunächst von den Gruben zum Seeufer transportiert wird.
Bereits im Jahr 1855 – oder möglicherweise etwas früher – wurde vorgeschlagen, bei der Krangruvan, einer der bedeutendsten Gruben des Feldes, eine doppelte Eisenbahn anzulegen, um Erz oder gefördertes Gestein zu Lagerplätzen näher am See zu transportieren. Dabei sollte der beladene Wagen, der talwärts fährt, den leeren Wagen bergauf ziehen.
Nach genauer Untersuchung des Geländes und der übrigen Umstände stellte sich jedoch heraus, dass es zweckmäßiger und kostengünstiger war, eine eingleisige Bahn zwischen der Grube und dem nächstgelegenen Punkt am See Yngen anzulegen. Das gesamte geförderte Gestein sollte zur Seeufer transportiert werden, wo auch die Erzsortierung stattfinden sollte.
Die Bahn wurde nach diesem Plan im Herbst 1856 gebaut.
Quelle: Jernkontorets Annaler, 1862
Abschrift: Torbjörn Nordwall, Dezember 2024
Harald Carlborg schreibt im Buch Persbergs Malmtrakt (S. 371) über die 1856 bei der Krangruvan errichtete Rutschbahn:
Sie war eingleisig, und der leere Wagen wurde durch ein Gegengewicht nach oben gezogen, das vom abwärts fahrenden beladenen Wagen bewegt wurde.
Diese Beschreibung stimmt gut mit der Zeichnung von Anton Sjögren überein.