
Kurzgefasste Beschreibung zur Karte über die Hage- und Isaksgruben in der Pfarrei Fernebo, Wermlands Län.
Im Jahr 1708 wurde die erste der sogenannten So-Gruben aufgenommen.
Die innerhalb des Kartenbereiches gelegenen Hage- und Isaksgruben bilden zusammen mit den nördlich gelegenen Masungslånga- und Lerpgruben ein Grubenfeld, das ungefähr die Mitte des südlichen Teils der Halbinsel Persberg zwischen dem Odalfeld und dem Högbergfeld einnimmt.
Die Erze treten als mehr oder weniger regelmäßige Lager auf, die in Hälleflintgneis (Eurit, Granulit) eingebettet sind, und scheinen verschiedene Niveaus innerhalb der Schichtenfolge einzunehmen. Dies wird sowohl durch ihre gegenseitige Lage als auch durch die unterschiedliche Beschaffenheit der Begleitgesteine in den einzelnen Gruben angedeutet.
In der Südlichen Isaksgrube besteht das Nebengestein aus Pyroxen-Granat-Skarn mit nur geringem Talkgehalt.
In den Hagegruben handelt es sich um Pyroxenskarn mit etwas höherem Talkanteil, während das Erz der Nördlichen Isaksgrube fast ausschließlich von talkhaltigen Gesteinen begleitet wird. Im Übrigen sind die Erze von guter Qualität und gehören zu den besseren Schwarzerzen.
Für die Wasserhaltung wird die Kraft eines 45-Fuß-oberschlächtigen Wasserrades genutzt (das Risfallrad), das auch die Stor- und Alabamagruben im Odalfeld versorgt.
Für die Förderung wurde ein besonderes 19-Fuß-Wasserrad (das Hagerad) für dieses Feld errichtet.
Die Västra-Hage-Grube, die südöstlichste der seit langer Zeit betriebenen sogenannten So-Gruben, wurde 1807 aufgenommen und bis 1820 betrieben, als sie stillgelegt wurde. 1880 wurde sie erneut aufgenommen und ist seitdem ununterbrochen in Betrieb.
Das Erz tritt weiterhin in zwei durch eine Schicht von Pyroxen-Granat-Skarn getrennten Bändern auf.
Nach Süden wurde die Grube durch einen Feldort erweitert, dessen Auffahrung 1822 begonnen wurde. Die Erzbänder sind zwar schmal und schwer abzubauen, doch besitzt die Grube feste Wände, die nur wenig Holzausbau erfordern, und das Erz ist von guter und gesuchter Qualität.
Im Zeitraum 1880–1886 wurden 221.800 Zentner (≈ 9.428 Tonnen) Erz gefördert. Der Roheisenertrag betrug bei Generalproben 55–55,8 % für erstklassiges Erz und 47–49 % för zweitklassiges Erz.
Persberg, Februar 1887
P. Öberg
Bergingenieur im Westlichen Distrikt
Abschrift: Torbjörn Nordwall