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Koordinaten: 59.74415, 14.28012 (WGS84)

In Persberg war bis zum Jahr 1719 die gesamte Förderung mit Handwinden erfolgt, doch nun waren drei Pferdegöpel aufgestellt worden. Die Pferdegöpel sollten über viele Jahre die effektivste Erzfördervorrichtung sein und wurden bei mehreren kleineren Gruben bis etwa um das Jahr 1900 verwendet.
In einem Interview aus dem Jahr 1962 mit Johan Blåder, geboren am 17. September 1876 in einer Erdhütte bei Norra Hammarrepet in Persberg, erzählt Blåder von seiner Kindheit und dem Leben an den Gruben. Er berichtet, dass er im Alter von 14 Jahren als „Göpeltreiberjunge” zu arbeiten begann — laut Blåder die schlechteste Arbeit, die man haben konnte. Er trieb den Pferdegöpel am Lyckfallet an, vermutlich an der Bolandgrube. Für jede Tonne, die gefördert wurde, gingen das Pferd und der Göpeltreiberjunge 18 Runden. Tagsüber wurde Gestein gefördert und nachts Wasser. Er erzählt, dass die Pferde oft schwierig zu führen waren; sie mochten die harte und eintönige Arbeit nicht, und am schlimmsten war es, in kalten Winternächten zu fahren — „da konnte es so kalt sein, dass es in der Luft knallte.”
Im Jahr 1898 schreibt Disponent H. V. Tiberg Folgendes über Pferdegöpel: „Die Grenze für die Verwendung eines Pferdegöpels liegt, wenn ein Pferd eingesetzt wird, bei einer Fördermenge von ungefähr 125 Tonnensätzen pro Tag, entsprechend z. B. einer Förderung von 25 Tonnen Gestein und Wasser aus einer Tiefe von 5 Sätzen, und wenn zwei Pferde eingesetzt werden, bei der doppelten Menge. Gewöhnlich beträgt die Nettolast nahezu oder ungefähr 1/2 Tonne und die Fördergeschwindigkeit 0,16 m pro Sekunde, und wenn man nach dem geförderten Bruttogewicht die vom Pferd geleistete Arbeit berechnet, ergibt sich ein Wert von 1,6 bis zu 2,3 PS, ohne Berücksichtigung der Reibung und des Kraftverlustes am Pferdegöpel selbst.” (1 Satz ≈ 10 m. TN)
Abschrift aus: Annalen des Värmländischen Bergmannsvereins, 1898. Januar 2025 TN.
„Im Bericht des Jahres 1683 berichtet der Bergmeister, dass er einen Pferdegöpel für die Neugrube habe anfertigen lassen, und auf der Herbstversammlung desselben Jahres erhielt der Grubenvogt den Auftrag, ein Göpelseil bei Hennickehammar zu bestellen, damit ‚der Göpel nun ohne allen Aufschub in Betrieb gebracht werde.'” (Harald Carlborg)