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Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die Grube betreten, und verlassen Sie nicht den Gehweg. Der Boden neben dem Gehweg ist nicht fest, sondern nur eine Bretterabdeckung. Wie Sie auf der Profilkarte, Bild 5, sehen können, sind es vom Gehweg etwa 50 Meter hinunter bis zum Grund der Grube.
Der Stollen wurde nach dem Bergrat Daniel Tilas benannt, geboren 1712, gestorben 1772. Daniel Tilas wurden viele Titel verliehen: Bergrat, Reichsheraldiker, Freiherr, Genealoge, Titularlandeshauptmann und Ritter des Königlichen Nordsternordens. Im Laufe der Zeit wurde Tilas ein angesehener Mann mit vielen Aufträgen. Unter anderem nahm er 1737 an der Planung eines Kanalbaus in Finnland teil; 1738 reiste er auf Ersuchen des Bergkollegiums nach Russland, um die Bergwerke rund um den Onegasee zu studieren; in den Jahren 1741–45 war er an der Arbeit der Grenzkommission zur Festlegung der Grenze zu Norwegen beteiligt; 1761 schlug er dem „Königlichen Kollegium” vor, den Bau eines Sägewerks für die Persberger Gruben am Fluss Yngshytteälv zu befürworten. Im Jahr 1768 hatte er die Ehre, Kronprinz Gustaf auf seiner Reise zu den verschiedenen Bergwerken in Bergslagen als Führer zu dienen. Am 25. September erreichten die Reisenden das Persberger Grubenfeld, wo dem Kronprinzen unter anderem eine Vorführung der damals einzigartigen „Feuer- und Luftmaschine” geboten wurde.
Warum die Deckenhöhe am Anfang des Stollens so hoch ist, darüber hat man nachgedacht. Der Grund ist, dass man nach einigen Jahren Arbeit, im Jahr 1769, die Vorteile erkannte, die Sohle des Stollens auf den höchsten Wasserstand des Sees Yngen abzusenken. Da die Förderung mit Hand- und Pferdegöpeln erfolgte, bevor Wasserkraft zur Verfügung stand, war jeder Meter verringerte Förderhöhe wertvoll. Auf alten Karten kann man sehen, dass der Stollen zum Erztransport aus der Grube verwendet wurde; er diente natürlich auch dazu, das aus der Grube hochgepumpte Wasser in den See abzuleiten.
Harald Carlborg schreibt in „Die Persberger Erzregion” Folgendes über die Finanzierung der Arbeiten am Stollen: „Der Tilas-Stollen im Högberget war vermutlich das erste gemeinschaftliche Unternehmen, das mit Mitteln der Grubenfondskasse durchgeführt wurde, denn bereits 1760 wurde beschlossen, ihn auf diese Weise um ein Lachter pro Jahr voranzutreiben (1 Lachter = 1,78 m), nachdem die durch den gemeinschaftlichen Verkauf einer neu entdeckten Lagerstätte, dem Rudbeck-Gang, erzielten Mittel aufgebraucht waren. Tatsächlich hoffte man, dass ‚mit der Zeit der Grubenfonds so anwachsen werde, dass er den Stollen selbst unterhalten und mit reinem Gewinn als Stollner die erschlossenen Erzgänge verkaufen könne.’ Leider erwies sich der Tilas-Stollen als Geschäftsspekulation jedoch als völliger Fehlschlag.”
Die folgenden Angaben über den Tilas-Stollen stammen aus „Auszüge aus den Berichten über die Gruben des Bergbaubezirks Filipstad von den ältesten Zeiten bis zum Jahr 1880″: