
Nygruvan – Entdeckung und frühe Geschichte
Die Nygruvan wurde im Jahr 1680 von Sven Olofsson, dem Sohn eines Bergmanns aus Gåsborn, mit Hilfe eines vom Bergmeister geliehenen Grubenkompassses entdeckt.
Die neue Lagerstätte wurde zunächst Nya Pedersbergsgruvorna genannt, erhielt später jedoch den Namen Nygruvan und gehörte zum Högberg-Feld. Die Grube wurde im Jahr 1875 aufgegeben.
Die Kunstgestänge-Anlage von 1771
Zur Bewältigung der Wasserhaltung wurde 1771 ein 2.751 Meter langes Kunstgestänge vom Kunstrad im Fluss Yngshytteälv bis zur Nygruvan gebaut. Diese Anlage war unerlässlich, um das Wasser abzupumpen und die Grube in Betrieb zu halten.
Pferdegöpel bei der Nygruvan (1683)
Im Bericht des Jahres 1683 teilt der Bergmeister mit, dass er einen Pferdegöpel für die Nygruvan hatte anfertigen lassen. Auf der Herbstversammlung desselben Jahres erhielt der Grubenvogt den Auftrag, ein Pferdegöpelseil bei Hennickehammar zu bestellen:
„… dass der Göpel nun ohne jeden Verzug in Betrieb gesetzt werde.” (Persbergs Malmtrakt, Harald Carlborg, S. 242)
Anmerkung: Die Pferdegöpelseile bestanden damals aus Eisenketten. Sie waren so schwer, dass sie oben am stärksten ausgeführt und nach unten hin verjüngt wurden, um ihr eigenes Gewicht zu tragen.
Die Suche nach einer neuen Gemeinschaftsgrube
Als die Högberg-Grube 1674 wegen Schwierigkeiten beim Abbau und der Wasserhaltung aufgegeben wurde, begann die Suche nach einer neuen Gemeinschaftsgrube.
(In einer Gemeinschaftsgrube wurde der Abbau gemeinsam für den gesamten Gruben- oder Bergbaudistrikt organisiert. Sie wurde später auch als Odalgrube bezeichnet.)
Hallgruvan (1674–1676)
An der Odalstätte wurde ein neues Erzstreichen gefunden, bekannt als Hallan. Nach Räumung und Untersuchung sah die Lagerstätte vielversprechend aus, und die Hallgruvan wurde zur neuen Gemeinschaftsgrube bestimmt.
Bereits 1676 zeigte sich jedoch, dass die Hallgruvan den Erwartungen nicht entsprach, und die Suche nach einer neuen Gemeinschaftsgrube wurde fortgesetzt.
Jordbergsåsen (1676–1679)
Die Wahl fiel auf die Gruben am Jordbergsåsen. Die Grube:
„Gab 1678 ein besonders vielversprechendes Zeichen von gutem und reichhaltigem Erz.”
Die günstigen Verhältnisse waren jedoch von kurzer Dauer. Die Bestimmung des Jordbergsåsen zur Gemeinschaftsgrube galt als gewagt, da der Abbau in bestimmten Bereichen bereits 1672 wegen:
„minderwertigen und brüchigen”, rotbrüchigen Erzes verboten worden war.
(Rotbrüchiges Erz enthält Schwefel, der das Eisen spröde und zum Schmieden untauglich macht.)
Im Jahr 1679 wurde festgestellt:
„… entgegen zahlreicher Verbote wurde es missbraucht, sodass unzählige Mengen schlechten Eisens aus verschiedenen Schmelzhütten hier im Bergbaudistrikt daraus hergestellt worden sein sollen…”
Der Bergbaudistrikt wurde aufgefordert, eine andere Gemeinschaftsgrube zu wählen. Erneut stand man ohne funktionierende Hauptgrube da.
Die Lösung – Nygruvan (1680)
Im Juli 1680 wurde östlich der Odalstätte ein neuer Erzkörper gefunden. Die Lagerstätte wurde zunächst Nya Pedersbergsgruvorna genannt, erhielt später jedoch den Namen Nygruvan und gehörte zum Högberg-Feld.
Nachdem der Bergmeister beim Bergbaukollegium um Erlaubnis angesucht hatte, wurde die Nygruvan zur neuen Gemeinschaftsgrube ernannt, was dem Bergbaudistrikt eine stabile Hauptgrube verschaffte.