
Sicherheit im Tilas-Stollen und Krakbogruvan
Seien Sie vorsichtig beim Betreten der Grube und verlassen Sie die Laufbrücke nicht. Neben der Brücke befindet sich kein fester Untergrund, sondern nur eine Bohlenabdeckung.
Wie aus der Profilkarte hervorgeht (Bild 11), sind es von der Brücke aus etwa 50 Meter bis zur Grubensohle.
Der Tilas-Stollen
Der Stollen hat seinen Namen vom Bergrat Daniel Tilas (geb. 1712, gest. 1772).
Tilas war ein bedeutender Mann, dem viele Titel verliehen wurden: Bergrat, Reichsheraldiker, Freiherr, Genealoge, Titulargouverneur sowie Ritter des Königlichen Nordsternordens.
Einige Aufgaben in seinem Leben
Die große Deckenhöhe am Beginn des Stollens
Die große Deckenhöhe am Anfang des Stollens hat Fragen aufgeworfen. Die Erklärung liegt darin, dass man nach einigen Jahren Arbeit – im Jahr 1769 – den Vorteil erkannte, die Stollensohle auf den höchsten Wasserstand des Sees Yngen abzusenken.
Da die Förderung mit Hand- und Pferdegöpeln erfolgte, bevor Wasserkraft zur Verfügung stand, war jeder Meter weniger Förderhöhe von großer Bedeutung.
Auf älteren Karten ist zu erkennen, dass der Stollen für den Abtransport von Erz genutzt wurde. Er diente natürlich auch dazu, das abgepumpte Grubenwasser in den See abzuleiten.
Finanzierung der Arbeiten
In Persbergs Malmtrakt schreibt Harald Carlborg:
„Der Tilas-Stollen im Högberget dürfte das erste gemeinschaftliche Werk gewesen sein, das mit Mitteln der Grubenfondskasse durchgeführt wurde, denn bereits 1760 wurde beschlossen, ihn auf diese Weise jährlich um eine Faden voranzutreiben, nachdem die Mittel, die durch den gemeinschaftlichen Verkauf einer neu entdeckten Lagerstätte, des Rudbeckschen Ganges, erzielt worden waren, verbraucht worden waren. Tatsächlich hoffte man, dass ‚mit der Zeit der Grubenfonds so anwachsen werde, dass er den Stollen selbst unterhalten und die erschlossenen Erzgänge als Stolleneigentümer auf eigene Rechnung verkaufen könne’. Leider erwies sich der Tilas-Stollen als wirtschaftliche Spekulation jedoch als vollständig gescheitert.”
(1 Faden = 1,78 Meter)
Angaben aus „Auszügen aus den Berichten über die Gruben des Filipstader Bergslags…”
1760 Die Kommission schlug vor, einen Stollen – den sogenannten Tilas-Stollen – zur Untersuchung des Högberger Erzfeldes aufzufahren.
1762 Die Geländevorbereitung erforderte keine erfahrenen Bergleute, doch gewöhnliche Arbeiter waren teuer anzuheuern, da Filipstad nach dem Brand wiederaufgebaut wurde. „Daher Aufschub.”
1767 Ein Felsabsatz vor dem Stollenmundloch wurde weggesprengt. Die Arbeit wurde daraufhin mit Grubenknechten aus Sala fortgesetzt.
1768 Rote Felsquarzite erschwerten die Arbeit. Die Sohle war zu diesem Zeitpunkt 4 Faden (ca. 7,1 m) vorgetrieben worden.
1769 Die Sohle wurde auf den höchsten Wasserstand des Sees Yngen abgesenkt, insgesamt 2 Ellen (ca. 1,18 m).
1772 Eine Notiz ist über den Diebstahl von Sprengholz beim Tilas-Stollen vorhanden.