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Der Glockenturm wurde 1929 von der Persbergs Gruben-Aktiengesellschaft errichtet und gehört heute der Schwedischen Kirche. Die Einweihung fand in der Silvesternacht 1930 statt, und Festredner war Karl Brunnberg, der Disponent der Persberger Gruben.
In der kalten Winternacht las Brunnberg im Schein von Fackeln und Marschallkerzen diese Zeilen:
Steige, geheiligter Klang, über den Wald zu bläuenden Höhen. Hinaus über erzreiche Lande zu denen, die bauen und wohnen. Wecke das Volk von Bergslagen zu Arbeit, Andacht und Freude. Weihe sie am Ende des Lebens zur Ruhe der ewigen Seligkeit.
Folgende Inschrift befindet sich auf der Glocke:
Nach Westen (Bild 3): PERSBERGS GRUBEN-AKTIENGESELLSCHAFT BESCHLOSS AUF DER GESELLSCHAFTERVERSAMMLUNG AM 12. JUNI 1828, DIESE GLOCKE ANZUSCHAFFEN AUF VORSCHLAG IHRES VORSTANDS KABINETTSKAMMERHERR AUG. HERLENIUS DISPONENT ERNST ODELBERG SOWIE DISPONENT K.G. BRUNNBERG. BISCHOF DES BISTUMS KARLSTAD WAR DAMALS J.A. EKLUND PFARRER DER GEMEINDE FÄRNEBO HJALMAR LYTH GEGOSSEN VON K.G.M. BERGHOLTZ, STOCKHOLM. DER HERR HÄLT DIE TIEFEN DER ERDE IN SEINER HAND. PSALM 95:4
Nach Osten (Bild 4): ZUM LOBE DES HERRN BIN ICH GESCHAFFEN AUS DEM EDLEN ERZ DER TIEFE. DEM MANNE DES BERGES BRING ICH BOTSCHAFT: DASS ER MIT GEBET UND PSALM GOTT DEN HERRN, DEN GROSSEN, ANBETE, DESSEN REICH HIMMEL UND ERDE IST, UNSERN GOTT, DER NACH DES DICHTERS WORT IN DER TIEFE WIE IN DER HÖHE WOHNT.
Im Sommer 1852 beschloss die Grubenversammlung, die Anlage eines Friedhofs in Persberg zu beantragen. Bereits bei dieser Zusammenkunft wurden die Ländereien von Skavnäset für geeignet befunden.
Man beschloss außerdem, einen Glockenturm in Form von „zwei stählernen Glockentriangeln” anzuschaffen, die sowohl bei Beerdigungen als auch zur Ankündigung von Gottesdiensten verwendet werden sollten.
Der Friedhof soll im darauffolgenden Jahr, 1853, fertiggestellt worden sein, und im Versammlungsprotokoll vom 8. März ist vermerkt, dass „Küsterlohn” ausgezahlt wurde. Dies bedeutet vermutlich, dass auch der Glockenturm mit den beiden Glockentriangeln in diesem Jahr fertiggestellt wurde.
Tora Öbergs Zeichnung, Bild 6, zeigt den ersten Glockenturm mit den zugehörigen Glockentriangeln. Wie Sie sehen, gab es zwei Triangeln, von denen eine erhalten geblieben ist, Bild 7.
Im Jahrbuch des Nordischen Museums und Skansens von 1956 wird berichtet, wie man in verschiedenen Teilen Schwedens zu kirchlichen Versammlungen rief. Es kam vor, dass kleinere Gemeinden in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, bevor die Kirche fertiggestellt war, und eine Glocke war eine große Ausgabe. Konnte man sich keine Glocke leisten, musste man andere Lösungen finden. Bei der Fischerkapelle von Värskär verwendete man eine Gottesdiensttrommel, an einem anderen Ort blies man in ein Horn. Im Dorf Ås in Jämtland hatte man weder Glocke noch Trommel noch Horn — dort ging der „Küster” auf den Kirchhügel hinaus und rief die Kirchgänger herbei.
Laut dem Buch gibt es in Schweden nur 13 Orte, an denen nachgewiesen ist, dass Triangeln verwendet wurden, um zu kirchlichen Versammlungen zu rufen, wobei Persberg einer davon ist, und nur drei Triangeln sind der Nachwelt erhalten geblieben — zwei in Museen und eine in einem Heimathof. Das bedeutet, dass die in Persberg erhaltene Triangel die vierte im Land ist, was sie ziemlich einzigartig macht. Großer Dank an die Familie Sandvall auf dem Herrenhaus Persberg, die die Triangel dem Gemeindehaus-Verein „Vi i Persbergsbygden” (Wir in der Persberger Gegend) geschenkt hat. Die Triangel wurde am Tag des Högberger Feldes am 20. Mai 2023 bei der Kapelle Skavnäset neu eingeweiht. Sie steht jetzt beim Gemeindehaus Yngsvallen.